No. 3 – Dein Verhalten HINTER der Kamera

Das heutige Thema kam mir beim Testcoaching der letzten Woche in den Sinn. Dabei geht es gar nicht um den technischen Umgang mit der Kamera (Belichtung, Fokuspunkt, Moduswahl, etc.), sondern darum, wie ihr euch als Person hinter der Kamera verhaltet.

Coaching_Paul-Mrz2016-001

Zum Thema wie man am besten mit den Leuten VOR der Kamera umgeht, darüber reden wir einer anderen Ausgabe des Newsletters.

Nicht ständig auf das Display schauen

Zugeben der Punkt fällt etwas schwer, man möchte ja kontrollieren was man da fabriziert. Richtig, ABER: Schaut nicht nach jedem einzelnen Bild drauf und beurteilt es. Dieser Vorgang des ständigen Auf das Display schauen unterbricht einfach den Fluss des Shootings. Das Model/die Kundin befindet sich ein einer Pose und muss dort ausharren, während ihr auf dem Display rumschaut. Oder noch ungünstiger: das Model darf die Pose auflösen und beim Blick aufs Display fällt euch ein Fehler auf. Also Pose nochmal einnehmen, hoffen das es ähnlich ausschaut wie vorher (nur eben ohne den Fehler), auslösen, wieder kontrollieren….in den meisten Fällen sieht die Pose nicht mehr so aus wie ursprünglich, also wie auf dem „fehlerhaften“ Bild.
Gewöhnt euch an, von einer Pose mehrere Bilder hintereinander zu machen, vielleicht mit kleinen Änderungen des Blickwinkels oder an der Pose selbst. Trainiert weiter euren Blick für Details (Newsletter Ausgabe Nr.1) um bereits beim Blick durch den Sucher die Szene und eventuelle Fehler zu erfassen.

Keine Selbstkritik

„Ach ne das sieht doof aus.“ oder „Ne irgendwie wird das nichts.“ und ähnliche Sätze haben bei einem Shooting nichts verloren. Vor allem gegenüber Kunden/Kundinnen schadet ihr damit eurem professionellen Auftreten. Na klar könnt ihr sowas denken, auch mir passiert das hin und wieder, aber bitte sprecht es nicht aus. In dem ihr solche setzte in Gegenwart eurer Kunden sagt, verbreitet Ihr Unsicherheit, da „das sieht doof aus“ auch gern mal persönlich verstanden werden kann. Besonders in einem sensibleren Bereich wie der Boudoir-, Dessous- oder Aktfotografie solltet ihr stets souverän (aber keinesfalls überheblich) auftreten, schließlich vertraut man darauf, dass ihr eure Arbeit beherrscht. Wenn ihr mit Models arbeitet, muss man das jedoch nicht so eng sehen, besonders wenn das Model weiß, dass ihr noch lernt.

Wie ich arbeite

Zum Abschluss gibt es dann doch noch einen kurzen technischen Einblick in meine Arbeitsweise.
Ich persönlich nutze an meiner Kamera stets die Blendenvorwahl bzw. Zeitautomatik. Das bedeutet ich wähle meine Blende selbst und lasse von der Kamera die Belichtungszeit bestimmen. Wenn ein Bild zu hell oder zu dunkel ist, nutze ich einfach die Belichtumgskorrektur. Dieses Vorgehen hat sich für mich als sehr praktisch und effizient erwiesen. Des Weiteren nutze ich (Asche auf mein Haupt) dir ISO-Automatik, da ich damit noch flexibler Arbeiten kann. Ich stelle einen maximalen ISO-Wert ein, wo ich weiß das meine Kamera noch brauchbar rauschfreie Bilder produziert (bei der Nikon D610 ist das ISO3200) und eine Belichtungszeit, bei der ich nicht verwackle – fertig 🙂
Ansonsten fotografiere ich in RAW und stelle die Bildvorschau an der Kamera jedoch auf Monochrom. Das sieht zum einen cooler aus, wenn man der Kundinn zwischendurch Bilder zeigt und zum anderen hilft es mir, Licht und Schatten wesentlich besser zu beurteilen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

Copyright by Boudoir Photographie // Cottbus